1. Was hat dich dazu bewegt Tierphysiotherapeutin und Hundetrainerin zu werden?

Oh dazu muss ich ein wenig ausholen. Mein erster Beruf mit dem ich in das Arbeitsleben gestartet hab, war und ist weiterhin human Physiotherapeutin. Als ich 2012 dann Ninka bekam gingen wir gemeinsam zum Hundesport und machten Flyball. Dann bekam ich meinen zweiten Hund. Das war Finn. Er war ein kleiner Draufgänger und ist gerne über Ninka gestolpert. Sie hatte dann hier und da ein paar Blessuren. Aus der Humanphysio wusste ich dann ein wenig wie ich ihr helfen konnte. Aber ich wollte aus dem „ein wenig“, ein richtig fundiertes Wissen machen. Also dachte ich, es bietet sich an, an die Human- noch die Tierphysiotherapie zu hängen. 

Hundetrainerin bin ich durch Finn geworden. Er war eine Herausforderung – ein Hund, der oft außerhalb der Norm agierte. Spaziergänge mit ihm waren extrem anstrengend und selten entspannt. Er zog in alle Richtungen, war ständig in der Walachei unterwegs, und Begegnungen mit anderen Hunden waren der reinste Stress. Ohne Maulkorb ging es lange gar nicht. Ihn abzugeben kam für mich nie infrage, denn niemand hätte ihn so gut verstanden wie ich. Nach Jahren intensiven Trainings und mit viel Geduld schafften wir es, dass er ohne Maulkorb auf andere Hunde zugehen und sozial interagieren konnte. Diese intensive Reise mit ihm hat in mir den Wunsch geweckt, anderen Hundebesitzern zu zeigen, dass auch schwierige Hunde durch Verständnis und gezieltes Training ein erfülltes Leben führen können. Ich wollte ein Vermittler zwischen Mensch und Hund sein und dabei helfen, die Beziehung zwischen ihnen zu stärken.

2. Was zeichnet dich als Person aus?

Wow… die Frage ist schwer. Ich denke, ich bin empathisch. Kann gut zuhören, Menschen zum Lachen bringen und geh optimistisch an das Leben heran. Ich erreiche die Ziele die ich mir gesetzt habe und verliere selten den Blick nach vorn.

3. Wie würdest du deinen bisherigen Lebensweg beschreiben?

Chaotisch, mir häufig ein Rätsel und doch scheint alles ein Ziel zu haben das ich vielleicht noch nicht sehen kann.

4. Welche Eigenschaft unterschätzt Katharina an sich selbst am meisten?

Ihre Fähigkeit mit der sie eine Arbeit beginnt. Ihr Können im Umgang mit Hunden und Menschen. Es ist lustig, dass sie so für diesen Job gemacht ist, ihn über alles liebt und so oft ihre Gabe in diesem Bereich übersieht. 

Ich wünsch mir für sie, dass sie das nun immer häufiger erkennen darf wie begnadet sie darin ist und was für ein wunderbarer und wertvoller Mensch sie ist.

5. Wenn du ein Tier sein könntest – welches wäre das und warum?

Hund, Katze, Schmertterling, Adler?? Ich denke, ich wäre am liebsten eine Katze. Sie macht was sie will, kuschelt wann sie will und kommt und geht wann sie Lust hat. Sie kann auch die Zähne zeigen, wenn ihr was nicht passt und hat ihren eigenen Kopf.

  • Gründung des Hundezentrums Schwarzwaldpfoten mit Katharina 2024
  • Ausbildung zur Hundetrainerin – Abschluss 2023
  • Ausbildung zur Tierphysiotherapeutin und Tierakupunkteurin – Abschluss 2020
  • Ausbildung zur Physiotherapeutin – Abschluss 2010
  • aufgewachsen in Baierspronn (LK Freudenstadt), geb. 1986 in Freudenstadt
  • nach einem siebenjährigen Aufenthalt in Hamburg, 2021 in den Schwarzwald zurückgekehrt

1. Was hat dich dazu bewegt Hundetrainerin zu werden?

Es war mein erster Hund, Pepe, der mich Stück für Stück in die Welt des Hundetrainings führte. Durch ihn habe ich vor über 11 Jahren eine wunderbare Freundin und Hundetrainerin kennengelernt, von der ich unglaublich viel lernen konnte – vor allem durch das Beobachten ihrer Arbeit und den Austausch mit verschiedenen Mensch-Hund-Teams. Zusätzlich hat mir meine Arbeit als Tiermedizinische Fachangestellte ermöglicht, viele unterschiedliche Hundecharaktere kennenzulernen und wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Hunden in meist stressigen Situationen zu sammeln. Über die Jahre hinweg habe ich mich in Sachen Hundeverhalten und -training ständig weitergebildet und an zahlreichen Seminaren, Vorträgen und Workshops teilgenommen. Mein Traum, Hundetrainerin zu werden, musste lange warten, da die finanziellen Mittel fehlten, aber im Mai 2022 konnte ich diesen Weg endlich beginnen. Jetzt, mit der Eröffnung meiner eigenen Hundeschule zusammen mit Christina, erfüllt sich ein weiterer Traum, und ich freue mich sehr darauf, mit meinen eigenen Kunden und ihren Hunden zu arbeiten.

2. Was zeichnet dich als Person aus?

Ich würde sagen, dass mich besonders meine Fähigkeit auszeichnet, gut mit Menschen umzugehen. Das liegt vermutlich daran, dass ich mit einer Mutter aufgewachsen bin, die Erzieherin und Pädagogin ist, sodass Didaktik von klein auf ein Teil meines Lebens war. Ich interessiere mich wirklich für andere Menschen und ihre Geschichten und kann mich auch sehr gut in andere hineinversetzen. Geduld ist für mich dabei ein wichtiger Schlüssel – sei es im Umgang mit Menschen oder mit Hunden. Zudem habe ich ein feines Gespür für Tiere und ihre Bedürfnisse, was mir dabei hilft, ihre Signale richtig zu deuten und sie bestmöglich zu unterstützen.

3. Wie würdest du deinen bisherigen Lebensweg beschreiben?

Es gab viele Richtungswechsel, aber am Ende bin ich doch immer da angekommen, wo ich hin sollte und wollte. ☺

4. Welche Eigenschaft unterschätzt Christina an sich selbst am meisten?

Es ist weniger eine Eigenschaft, es ist allgemein ihr Können; sie stapelt zu tief, obwohl sie so ein großes Wissen und zudem auch ein extrem gutes Gespür für Menschen und Tiere hat.

5. Wenn du ein Tier sein könntest – welches wäre das und warum?

Ich wäre gerne eines, das entweder in sehr guter Obhut bei tollen Menschen lebt oder ein Wildtier als Teil einer großen Herde, in der man Schutz und Gesellschaft findet. Welche Tierart ist mir dabei gar nicht so entscheidend; für mich zählen viel mehr die Umstände. Wahrscheinlich ist es mir deswegen auch so wichtig, dabei zu helfen, dass möglichst alle Haustiere ein gesundes und glückliches Leben führen können. Es bleibt am Ende doch immer die Frage, die sinngemäß schon Pascal Lachenmeier gestellt hat: Behandelst du dein Tier so, dass du mit vertauschten Rollen klar kämst?

  • Gründung des Hundezentrums Schwarzwaldpfoten mit Christina 2024
  • Ausbildung zur Hundetrainerin – Abschluss 2023
  • Ausbildung zum Therapiebegleithundeteam mit Lorenz – Abschluss 2021
  • Ausbildung zur Veterinär Anästhesie Technikerin – Abschluss 2020
  • Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten – Abschluss 2012
  • aufgewachsen in München, geb. 1987 in Germering
  • Umzug in den Schwarzwald, Reinerzau-Alpirsbach (LK Freudenstadt) 2023
  • Themen Kynologie & Hundetraining
    • Kognition & Lerntheorie
    • Entwicklungsphasen & Persönlichkeitsentwicklung
    • Sozialverhalten, Körpersprache & Ausdrucksverhalten
    • Verhaltensstörungen (u.a. Aggressionsverhalten, Suchtverhalten, Angstverhalten)
    • Antijagdtraining
    • Mehrhundehaltung
    • Click & Trick
    • Rassekunde & Qualzuchten
    • Hunde aus dem Tierschutz
  • Themen Didaktik
    • Kommunikation (u.a. Gesprächsführung, Beratung, Coaching)
    • Lernverhalten des Menschen
  • Dozenten/Referenten
    • u.a. Dr. U. Gansloßer, St. Lang von Langen, Th. Baumann, G. Leder, Á. Miklósi, P. Krivy, A. Lanzerath, P. Lübbe-Scheuermann, Dr. L. Sabaß, R. Mehl, S. Folgner, D. Drumm, A. Herzog, H. Tebelmann, K. Strauß, S. Mertes, C. Kolkmeyer, I. Teichert, J. Mausbach